Nach dem Tod von Klimt wurde das Gemälde einem jüdischen Freund geschenkt, wo es schließlich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs von Nazioffizieren beschlagnahmt wurde. Das Gemälde beleuchtet die Muse Amalie Zuckerkandl, während sie posiert und den Betrachter direkt anstarrt. Das Stück trägt einen Hauch von Erotik durch die nackten Schultern, und die warme Körpersprache von Zuckerkandl manifestiert sich. Das unvollendete Gemälde zeigt eine Frau, die mit sanft zu ihr verschränkten Armen sitzt, während ihr Kleid bis zum Boden blüht.

Die Brust und die Schultern der Muse bleiben unbedeckt, was dem Stück eine sexuelle Anziehungskraft verleiht. Das schulterfreie Kleid faltet sich sanft oben und fließt nach außen und hält einen Schwerpunkt des Stücks. Während das unfertige Stück des Gemäldes das Kleid ist, kann der Betrachter eine Reihe von Details und Informationen darüber finden und sich vorstellen, wie das fertige Produkt aussehen würde. Es ist offensichtlich, dass Klimt begonnen hatte, Teile des Kleides unten links im Stück zu malen. Basierend auf der Textur von Klimts Bleistiftskizzen soll das Kleid in einer Reihe leuchtender Farben zur Seite gerafft werden. Rüschen in Blau-, Rosa- und Rottönen erhellen die Textur des Stücks, und Klimt hat sanfte Pinselstriche eingearbeitet. Die Hand der Muse ist auf der Vorderseite des Kleides unter dem Stoff zu sehen.

Der fertige Hintergrund des Gemäldes zeigt Grün- und Blautöne in einer schönen Farbmischung. Der Künstler malt eine abblätternde strukturierte Wand, bei der jede Schicht eine Farbe betont. Schattierungen von Salatgrün, Türkisblau und eine Reihe von hellen Schattierungen wirbeln den Hintergrund herum und erhellen die Präsenz der Frau. Zuckerkandl starrt den Betrachter des Stücks mit einem kraftvollen Blick direkt an. Ein dickes schwarzes Halsband bedeckt ihren Hals, wobei eine weiße Rüschenkette den oberen Teil der Halskette betont. Auf der Rückseite des Chockers kommt eine große schwarze Schleife heraus, die das Stück zusammenhält.

Die Frau trägt klassische österreichische Merkmale in ihrem Gesicht, mit markanten schwarzen Augenbrauen und üppigem, hochgestecktem schwarzem Haar. Ihre Wangen sind ein rosiges Pink, begleitet von leuchtend roten Lippen, die perfekt zu ihrem Gesicht geschwungen sind. Die Augenbrauen der Frau sind kreisförmig geformt und krümmen die Form ihrer dunkelbraunen Augen. Kunstkritiker sagen voraus, dass das Stück Klimts klassische Blattgoldtechnik enthalten und die Farben in einer hellen Atmosphäre beleuchtet hätte. Das Stück beinhaltet Gustav Klimts Stil der „Neuen Kunst“ und zollt gleichzeitig dem Stil des Impressionismus und Realismus Tribut.